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Gastroenterologie Friedenaumedberlin · Fachärzte für Innere Medizin

Beschwerdebild

Blähungen und Reizdarmbeschwerden

Reizdarmbeschwerden sind häufig und werden von Betroffenen als erheblich belastend erlebt — und zugleich oft nicht ernst genug genommen, weil im Blut nichts auffällt.

Der Reizdarm ist eine Ausschlussdiagnose. Das heißt nicht, dass nichts gefunden wird, sondern dass zuerst die Erkrankungen ausgeschlossen werden, die dieselben Beschwerden machen: Unverträglichkeiten, Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, bakterielle Fehlbesiedlung. Erst danach ist die Einordnung belastbar.

Mögliche Ursachen

Was dahinterstecken kann

Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Laktose, Fruktose oder Sorbit werden nicht vollständig aufgenommen und im Dickdarm vergoren. Nachweisbar über einen Atemtest.
Bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms
Zu viele Bakterien im Dünndarm, ebenfalls über einen Atemtest nachweisbar.
Zöliakie
Unverträglichkeit von Gluten, über Blutwerte und Gewebeproben feststellbar.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankung
Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, meist mit weiteren Beschwerden.
Reizdarmsyndrom
Eine Störung des Zusammenspiels von Darm, Nervensystem und Darmflora. Die Diagnose wird gestellt, wenn die übrigen Ursachen ausgeschlossen sind.

Diese Übersicht ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Welche Ursache in Ihrem Fall vorliegt, lässt sich nur nach einem persönlichen Gespräch und der passenden Diagnostik beurteilen.

Unser Vorgehen

Wie wir das abklären

  • Ausführliches Gespräch mit Ernährungs- und Beschwerdetagebuch.
  • Laboruntersuchung einschließlich Entzündungswerten, Zöliakie-Serologie und Calprotectin im Stuhl.
  • H₂-Atemtests auf Laktose, Fruktose und bakterielle Fehlbesiedlung.
  • Ultraschall des Bauchraums.
  • Bei Warnzeichen oder unklarem Befund eine Koloskopie.
  • Anschließend ein konkreter Ernährungs- und Behandlungsplan statt einer Ausschlussliste.

Wir melden uns innerhalb eines Werktages bei Ihnen zurück.